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Es gehört der vergangenheit an

Er will es nicht wahr haben,

Er will das "warum" nicht verstehen

Er versucht es immer wieder

doch es hat keinen Sinn

es sind keine Gefühle mehr

es wäre nicht recht von Ihr

es wäre alles nur gespielt

er würde kaputt gehen

Sie würde sich vorwürfe machen

Sie würde sich selbst dafür hassen

Er kann daran nichts ändern

doch dass will Er nicht wahr haben

ist es so nicht besser?

wäre es nicht einfacher für alle?

doch diese Fragen stellt Er sich nicht

Er quält sich selber mit Vorwürfen

Er will nicht dass es endet

obwohl es längst zur vergangenheit gehört

beginne mit der trauer

damit der schmerz schneller

vergeht!!!

 

 

 

Trauer(n) als Prozess

Der Zustand der Trauer ist neben dem emotionalen Aspekt ein Verhalten des Menschen zur Bewältigung seelischen Schmerzes, vor allem durch den Verlust eines nahe stehenden Menschen oder eines Tieres. Auslöser kann der Tod von Freunden, Verwandten oder Haustieren sein, aber auch Trennungen anderer Art.

Überwinden der Trauer

Zur Überwindung der Trauer gibt es zwei Ansätze: Die Verdrängung und die Verarbeitung. Durch körperliche Aktivität oder Ablenkung kann man Trauer versuchen zu verdrängen oder kurzfristig zu erleichtern. Man kann auch versuchen, den Verlust zu ersetzen. Überwunden im Sinne einer intensiven Bewältigung wird Trauer aber erst, indem sie in Form sogenannter Trauerarbeit bewusst gemacht wird. Hierfür haben jahrhundertealte Trauergebräuche und Rituale durch die Kulturgeschichte hindurch eine stabilisierende und sinnstiftende Rolle gespielt. Durch Erinnerung und darin symbolisch wiederholtes Zurückholen und erneutes Weggeben des Betrauerten wird ein Sich-Einlassen auf die Extremsituation des Verlustes sowie ein allmähliches Bejahen und Loslösen möglich. Von entscheidender Bedeutung ist ein Ort der Trauer und die zugehörige Situation. Darüber hinaus ist die Klage ein konstitutives Trauermoment. Auch dem Gespräch kommt eine wichtige Aufgabe der Trauerüberwindung zu. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Tod im heutigen, von Medien bestimmten Alltag und durch das vorwiegende Sterben im Krankenhaus schwerer fassbar geworden ist. Aus der Sicht des christlichen Glaubens ist Trauer eine menschliche Befindlichkeit und kann durch Gebet in eine neue Dimension geführt werden. Solidarität mit den Trauernden wird zu einer besonderen Form christlicher Nächstenliebe, und jeder kann dazu beitragen, indem er einer trauernden Person nicht aus Scheu den Kontakt oder ein Gespräch verweigert. Die Trauer verläuft gewöhnlich in mehreren Phasen:

1. Die Betroffenen befinden sich meist in einer Art Schockzustand, wollen nicht wahrhaben, dass ein Mensch verstorben ist

2. Sie erleben eine depressive Phase; Sinnleere oder Zukunftsangst sowie Hadern mit dem Schicksal dominieren die Gedanken. Trauernde haben Verlassenheits- und Schuldgefühle, auch körperliche Reaktionen, wie z.B. Konzentrationsverlust, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust treten auf.

3. Dann beginnt „die Zeit, die Wunde zu heilen“. Der Gedanke an die verstorbene oder verlorene Person verursacht nicht mehr so starke Verzweiflung. Es gelingt den Trauernden, sich wieder besser zu konzentrieren, das Hier und Jetzt wahrzunehmen und den Blick auf die Zukunft zu richten. Schließlich kommt es bei erfolgreicher Trauerbewältigung zu einem neuen seelischen Gleichgewicht.

Quelle: www.wikipedia.org

 


 

 

 

16.10.07 20:18, kommentieren